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Ambulante Neuropsychologie Berlin
S.Kabbert - Dr. H.Hättig - K.Reimers - J.Scheib
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Kostenübernahme
(Stand: 1/2005)

Kostenübernahme für eine ambulante neuropsychologische Therapie

Mit dieser Information möchten wir Sie über die neuropsychologische Therapie und die Bedingungen für die Kostenübernahme einer ambulanten neuropsychologischen Therapie informieren. Gleichzeitig möchten wir in diesem Informationsblatt auch Stellung zu irreführenden Schreiben von Krankenkassen nehmen, die eine ambulante neuropsychologische Therapie ablehnen.

Was ist eine neuropsychologische Therapie?

Bei der neuropsychologischen Therapie handelt es sich um ein wissenschaftlich begründetes psychologisches Therapieverfahren (Gutachten zum Download als PDF-File), das zur Behandlung von organisch bedingten psychischen Störungen zum Einsatz kommt. Solche Störungen treten häufig nach einem Schlaganfall, einem Schädelhirntrauma, einer entzündlichen oder anderen Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns auf. Im Rahmen einer neuropsychologischen Therapie werden psychische Gesundheitsstörungen in den Bereichen Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Motivation, Problemlösen und Planen, Stimmung durch spezielle Therapiemethoden und -programme behandelt.Hierbei kommen im Gegensatz zu manchmal vertretenen Auffassungen nicht nur computergestützte Trainingsprogramme zum Einsatz, sondern auch Methoden, durch die der Patient eine bessere Einsicht in die aktuellen Probleme gewinnt und durch Strategien und Hilfsmittel diese besser ausgleichen lernt. Auch die Angehörigen werden - wenn immer möglich - in die Therapie einbezogen.

Wie sieht der Ablauf einer Neuropsychologischen Therapie aus?

Vor Beginn einer Therapie führt der Neuropsychologe zuerst eine ausführliche Diagnostik durch, um einen detaillierten Überblick über die vorhandenen Probleme, aber auch die Stärken zu gewinnen. Dies geschieht oft bereits in der Regel während des Klinikaufenthaltes in einer Rehabilitationsklinik. Anhand der Ergebnisse der neuropsychologischen Diagnostik, die schriftlich festgehalten werden, erfolgt dann die individuelle Therapieplanung und Durchführung der Therapie, mit dem Ziel die vorhandenen Probleme zu beseitigen oder so weit wie möglich zu verringern. Die Therapie wird individuell abgesprochen, jedoch in der Regel 1-2 mal wöchentlich über mehrere Monate durchgeführt.


Handelt es sich bei der neuropsychologischen Therapie um eine neue Therapiemethode?

Bei der neuropsychologischen Therapie handelt es sich nicht um eine neue Therapiemethode. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts (ca. 1915) wurden neuropsychologische Behandlungsverfahren beschrieben. Bei der stationären Behandlung von Patienten ist eine neuropsychologische Therapie schon seit Jahrzehnten ein fester und unverzichtbarer Bestandteil. In fast allen neurologischen Rehabilitationskliniken gibt es neuropsychologische Abteilungen mit einem oder mehreren Neuropsychologen, die sich um die Diagnostik und Therapie der betroffenen Patienten kümmern. Sofern Sie in einer neurologischen Rehabilitationsklinik waren, haben Sie die neuropsychologische Diagnostik und Therapie bereits kennen gelernt.

Ist die neuropsychologische Therapie ein wissenschaftliches und wirksames Therapieverfahren?

In einer Vielzahl an Forschungsstudien wurde gezeigt, dass die neuropsychologische Therapie ein wissenschaftlich fundiertes und effektives therapeutisches Verfahren darstellt. Momentan ist die neuropsychologische Therapie sogar das einzige psychotherapeutische Verfahren, das Methoden zur Behandlung von hirngeschädigten Patienten entwickelt hat und für die Behandlung dieser Gruppe von Patienten anerkannt wurde. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie, ein Beirat der vom Bundesministerium für Gesundheit zur Beratung eingesetzt wurde, hat die Effektivität und Wissenschaftlichkeit anhand eines von der Fachgesellschaft erarbeiteten Antrags in einem umfangreichen Gutachten bestätigt. nochmals den hyperlink Gutachten klinische np als .pdf file einfügen.

Wer ist für die Kostenübernahme einer ambulanten neuropsychologischen Therapie zuständig?

Wenn Sie einen Schlaganfall, ein Schädelhirntrauma oder eine andere Erkrankung des Gehirns erlitten haben, ist für die ambulante Behandlung grundsätzlich Ihre Krankenkasse zuständig. Nur wenn es sich um einen Arbeitsunfall oder einen Verkehrsunfall handelt, kommen andere Kostenträger (die gesetzliche oder private Unfallversicherung, die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners) in Frage.

Wie ist der Vorgang der Kostenübernahme ?

Die Krankenkassen haben seit über zwanzig Jahren in tausenden von Fällen die Kosten für ambulante neuropsychologische Behandlung nach Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen jeweils im Einzelfall erstattet.
Dies läuft folgendermaßen: Für eine ambulante neuropsychologische Behandlung wird bei der Kasse oder Versicherung ein spezieller Antrag gestellt, da diese Leistung kein Bestandteil der aktuell bestehenden Gebührenordnung ist. Dieser Antrag muß von einem Facharzt für Neurologie und /oder Psychiatrie unterschrieben (so genannte Notwendigkeitsbescheinigung) und dann bei der Kasse/Versicherung eingereicht werden. Die Kasse/Versicherung hat dann maximal 7 Wochen Zeit, über den Antrag zu entscheiden (SGB IX §14 / §15).

Seit einiger Zeit gibt es Probleme bei der Kostenübernahme - warum?

In letzter Zeit werden jedoch mit verschiedenen Argumenten Anträge auf Kostenerstattung abgelehnt.

Argument 1: Die neuropsychologischen Behandler sind keine so genannten Vertragsbehandler (Das sind Psychologische Psychotherapeuten und Ärzte, die von den Kassen anerkannt sind und eine Kassenzulassung haben.

Antwort: Das ist zwar richtig, aber die gesetzliche Krankenkasse muss immer dann die Kosten für eine notwendige Behandlung durch einen nicht zur kassenärztlichen Versorgung zugelassenen Behandler erstatten, wenn unter den zugelassenen niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten oder Heilmittelerbringern kein anderer die geforderte Leistung erbringen kann. Dieses ist bei Neuropsychologischen Leistungen zurzeit regelhaft der Fall.

Argument 2: Neue Behandlungsmethoden müssen vom "gemeinsamen Bundesausschuss" anerkannt werden, bevor sie von Kassen bezahlt werden dürfen.

Antwort: Seit mehreren Jahren bemüht sich die Fachgesellschaft um eine solche Prüfung, obwohl die neuropsychologische Therapie streng genommen keine neue Behandlungsmethode darstellt. Die Prüfung wurde aber bislang nicht durchgeführt und immer wieder hinausgeschoben. Etliche Patienten haben daraufhin den Weg der Klage gewählt, um die für sie notwendige Therapie zu erhalten. Eine größere Zahl von Sozialgerichten haben mittlerweile im Wege der einstweiligen Anordnung den Anspruch auf Kostenerstattung bejaht und Krankenkassen zur Zahlung verpflichtet.

Argument 3: Für berufliche Wiedereingliederung ist ein anderer Kostenträger, z.B. die Rentenversicherung, zuständig.

Antwort: Derzeit wird ambulante neuropsychologische Therapie von Rentenversicherern in der Regel nicht bezahlt, da es sich um eine ambulante Leistung handelt. Die Krankenkassen versuchen also fälschlich, die Verantwortung für die Kostenübernahme abzugeben. Darüber hinaus geht es bei der ambulanten neuropsychologischen Therapie um sog. „Krankenbehandlung“ (wie z. B. ein Besuch beim Neurologen, der ein EEG anfertigt), und dafür sind die Krankenkassen laut Sozialgesetzbuch V zuständig.

Stellen andere Therapieverfahren (z. B. Ergotherapie, Richtlinienpsychotherapie) eine Alternative zur neuropsychologischen Therapie dar?

Behandlungen durch Ergotherapeuten, niedergelassene Nervenärzte und Richtlinienpsychotherapeuten ersetzen nicht die notwendige neuropsychologische Therapie, diesen Berufsgruppen fehlen die entsprechenden Qualifikationen, und sie bieten die speziellen neuropsychologischen Therapieverfahren auch nicht an. So stellt beispielsweise – wie leider von den Kostenträgern wider besseren Wissens immer wieder behauptet – die Ergotherapie keine Alternative zu einer neuropsychologischen Therapie dar, sondern kann diese allenfalls ergänzen. Nur der Neuropsychologe kann eine qualifizierte Diagnostik durchführen und darauf aufbauend einen umfassenden Behandlungsplan erstellen sowie eine auf die individuellen Krankheitssymptome abgestimmte Therapie durchführen.Hinsichtlich der speziellen diagnostischen und therapeutischen Leistungen der Neuropsychologie besteht eine Versorgungslücke.

Wir sind Ihnen bei der Stellung eines Antrags auf Kostenübernahme behilflich.

Dieses Informationsblatt wurde von der Gesellschaft für Neuropsychologie e.V. (GNP) erstellt und unseren Erfordernissen entsprechend modifiziert. Bei der GNP handelt es sich um einen eingetragenen gemeinnützigen Verein, der die berufspolitischen und fachlichen Interessen von Neuropsychologen in Deutschland vertritt. Die GNP hat zurzeit etwa 1400 Mitglieder.

Weitere Informationen zur GNP finden Sie im Internet unter folgender Adresse: www.gnp.de.

Gesellschaft für Neuropsychologie e.V.
Geschäftsstelle Fulda
Lindenstr. 33a
D-36037 Fulda
Tel.: 06 61/9 01 96 65 oder 07 00/46 74 67 00
Fax: 06 61/9 01 96 92
email: fulda@gnp.de

 

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